Die Neuapostolische Kirche Schweiz

Portrait

Chrummat bei Flamatt

Am 1. Januar 1908 wurde bei einer Familie Messerli in der Summerau bei Albligen der erste Gottesdienst gehalten. Schon nach wenigen Jahren musste jedoch die kleine Gemeinde wieder aufgelöst werden.

1928 fand der Diakon Karl Fahrni bei der Firma Wander in Neuenegg Arbeit und zog von Bern nach Flamatt. Ab Herbst dieses Jahres diente dann sein Wohnzimmer als Versammlungsstätte für die ersten Gottesdienste.

Haus der Familie Wehrli beim Denkmal Neuenegg

Durch die Brüder Karl Fahrni und Jakob Blank wurde die Familie Wehrli eingeladen. Im Herbst 1929 konnte Apostel Hölzel diese Seelen versiegeln.

Leider musste Diakon Fahrni 1930 seine Wohnung wieder aufgeben, da diese vom Hausmeister benötigt wurde. Die Geschwister Wehrli waren aber sofort bereit, ihr Wohnzimmer zur Verfügung zu stellen. Ihr Haus steht beim Neuenegg-Denkmal.

Ein Jahr später empfing Diakon Fahrni das Priesteramt und damit den Auftrag, der Gemeinde als Vorsteher zu dienen. Bruder Kläy, dem 1932 das Unterdiakonenamt und 2 Jahre später das Diakonenamt anvertraut wurde, stand ihm treu zur Seite. Als Bruder Wehrli im Jahre 1934 mit seiner Familie krankheitshalber nach Heiligenschwendi ziehen musste, begann eine schwere Zeit für die Gemeinde Neuenegg. Den meisten Geschwistern war der Weg nach Bümpliz zu weit. Einmal wurde ein Gottesdienst unter freiem Himmel gehalten. Bis sich eine neue Türe öffnete…

Ab 1936 fanden die Gottesdienste in der alten Mühle statt. Anfänglich in der Wohnung der Geschwister Gottlieb und Emma Wyss-Kobel, die, vom Gurtenbühl kommend, dieses Haus erworben hatten. Ab 1938 konnte ein Gemeindechor die Gottesdienste umrahmen. Im gleichen Jahr sah sich Priester Fahrni gezwungen, sein Amt krankheitshalber niederzulegen. Bruder Kläy wurde zum Priester ordiniert und als neuer Vorsteher bestimmt.

Als er 1958 in den wohlverdienten Ruhestand trat, wurde Priester Steinmann aus Bern mit dieser Aufgabe betraut.

Nach langen Jahren intensiver Suche nach einem geeigneten Grundstück konnte am 2. November 1966 ein Kaufvertrag unterschrieben werden. Im Jahre 1972 wurde die Baubewilligung unterschrieben. Am 18. August 1974 konnte die neuerbaute Kirche an der Austrasse 116 durch Bezirksapostel Ernst Streckeisen eingeweiht werden. Bis zum heutigen Tag besuchen die Geschwister an dieser Adresse die Gottesdienste.